Beispiele: Absolventen der Lasertechnik

Joan Pawlak

„Mir waren die praktische Ausbildung während des Studiums, die internationale Ausrichtung sowie der finanzielle Ausblick im zukünftigen Beruf sehr wichtig. Mein Praxissemester habe ich in Neuseeland und anschließend ein Trimester in Schottland verbracht.
Die familiäre Atmosphäre im Studiengang lässt Spielraum, um auch neben den Vorlesungen und Praktika Hilfestellung bei Fragen jeglicher Art zu bekommen.

Nach meinem Abschluss arbeitete ich in einer Firma, in der Scheibenlaser hergestellt wurden, die ich von der Berechnung des Resonators über den Bau des Lasers bis hin zur Installation der Systeme beim Kunden und Schulung der Mitarbeiter begleitete. Während dieser Zeit bereiste ich das europäische Ausland und Asien.
Im Anschluss arbeitete ich als Prozessingenieur in einem Team, das Justage- und Laserfügesysteme herstellt. Neben der Programmierung automatischer Prozessabläufe, der Erstellung von Systemdokumenten und Machbarkeitsstudien gehörten auch Reisen innerhalb Deutschlands, nach Asien und in die USA zu meinem Tätigkeitsfeld.
Derzeit bin ich in der Nähe von Berlin als Prüffeldingenieurin beschäftigt. Hier werden unter anderem Lasermaterialbearbeitungsköpfe gefertigt, die z.B. in der Automobilindustrie zum Schneiden von Blechen und zum Schweißen von Karosserien eingesetzt werden.
Im Rückblick bin ich froh, mich für das Studium der Lasertechnik/Photonik in Emden entschieden zu haben. Neben dem anspruchsvollen Studium gab es viele schöne Stunden an die ich mich gerne erinnere.“

Oliver Böll

 „Auf der Suche nach einem zukunftssicheren Job kam für mich nach Abgleich meiner Interessen und Fähigkeiten nur ein Studiengang in Frage: Lasertechnik/Photonik! Des Weiteren war mir eine praxisorientierte und gut begleitete Ausbildung sehr wichtig und dieses wurde an der HS Emden/Leer mehr als gewährleistet.


Zurzeit arbeite ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in einer Forschungsgruppe in den Niederlanden, die es sich zum Ziel gemacht hat, fundamentale Symmetrien und Vorhersagen des Standardmodells der Teilchenphysik zu prüfen. Dies unterstütze ich, indem ich die für die Experimente benötigten Laser baue, einrichte und warte. Darüber hinaus bin ich zuständig für den Strahltransport, Labor/Bestandspflege und das Aufsetzen von Abbildungsoptiken.


Das Lernen im Studium in dieser familiären Atmosphäre hat Spaß gemacht, wie selten etwas anderes. Das Verhältnis zwischen Studenten, Kommilitonen, Mitarbeitern sowie Professoren war eines, das sich so schnell nicht wieder finden lässt. Bei Fragen stand immer jemand mit Rat & Tat zur Seite. Die Ausbildung war gut gegliedert, interessant und baute aufeinander auf, so dass neu Erlerntes auch zügig in die Praxis umgesetzt werden konnte. Im Nachhinein bin ich froh, dass meine Wahl auf die Lasertechnik/Photonik an der HS Emden/Leer gefallen ist.


Zum jetzigen Zeitpunkt schließe ich ein Masterstudium nicht aus. Aktuell erscheint es allerdings wahrscheinlicher, weiterhin im Berufsleben zu verweilen und an dem Freien Elektronen Laser mitzuarbeiten, der ab 2013 von unserem Institut gebaut wird.“

 

Ulrike Kosch

„Ich brauche immer wieder neue Herausforderungen; daher habe ich ein ingenieurtechnisches Studium gewählt. Des Weiteren wollte ich während des Studiums verbindlich ins Ausland (Auslandssemester) gehen und die internationalen Kontakte des Studiengangs Lasertechnik/Photonik waren dabei sehr hilfreich.

Bei LUMANOVA in Hannover betreute ich die Entwicklung eines Lasersystems vom Auftrag bis zum fertigen Serienprodukt. Jetzt arbeite ich bei INNOLIGHT mit dem Schwerpunkt auf Qualitätsmanagement und dem Einbeziehen von Förderprojekten. Die Arbeit an derartigen Schnittstellen macht mir Spaß.

Rückblickend waren das Studium mit der intensiven Betreuung und das Leben in Emden super.“

Saskia Beetz

„Ausschlaggebende Gründe für das Studium der Lasertechnik/Photonik waren das Interesse an Mathematik und Physik, die örtliche Nähe, sowie die Internationalität (obligatorisches Auslandssemester).

Nach meinem Abschluss habe ich als Manufacturing Engineer bei Coherent in Lübeck gearbeitet. Meine Hauptaufgabe war die Betreuung der Vormontage bei der Produktion von Modelocked UV Lasern. Auch das Designen von Testvorrichtungen für optische Komponenten, sowie die Implementierung von Testprozeduren waren Teil meiner täglichen Arbeit.

Im Anschluss daran wechselte ich als Field Application Engineer (weltweite Betreuung der Kunden - z.B. Intel, Samsung und Infineon - vor und nach dem Kauf einer Anlage auf der Anwendungsseite) zu KLA-Tencor, einer der führenden Hersteller von Wafer-Inspektionssystemen. Ich betreue die Darkfield Defect Inspection Anlage sowie die Macro und Edge Inspection Geräte. Die Darkfield Anlage detektiert Defekte auf den Wafern mit Hilfe eines UV Lasers. Der Wafer wird unter einem Winkel mit dem Laser beleuchtet und das Streulicht wird eingefangen und ausgewertet.

Bei den Macro Anlagen, die zur schnellen Produktionskontrolle eingesetzt werden, gibt es verschiedene Konzepte, wie z.B. die Beleuchtung mit Blitzlampe oder die Beleuchtung mit LEDs.

An meiner Arbeit gefällt mir, dass ich auf hohem technischen Niveau arbeite und viel reise (USA, Asien etc.). Das Wertvollste während des Studiums waren für mich der hohe Praxisanteil, die Auslandsaufenthalte und die persönliche Nähe in diesem Studiengang.“