Informatik und IT-Sicherheit
Wir bewegen uns mit rasantem Tempo auf dem Weg in die globale Informationsgesellschaft. Immer leistungsfähigere informationstechnische Systeme spielen in allen Bereichen der Wirtschaft und Gesellschaft eine nicht mehr wegzudenkende Rolle. Der Fortschritt der Informationstechniken (IT) eröffnet neben diesen neuen Möglichkeiten auch neue Bedrohungsfelder. Der Schutz von sensiblen Daten gegen
- den Zugriff oder
- die Manipulation
von nicht autorisierten Personen nimmt einen zunehmend größeren Stellenwert an.
Konventionelle Güter lassen sich durch mechanische Sicherungen (z.B. Tresore) schützen. Im Gegensatz hierzu ist dieser Schutz für moderne IT-Güter kaum geeignet, weil diese typischerweise in einer global vernetzten IT-Struktur zugreifbar sein sollen (z.B. E-Commerce oder Pay-TV) oder in ungeschützten Umgebungen funktionieren müssen (z.B. Zahlkarten). Hier sind moderne IT-Sicherheitsmechanismen notwendig: Ohne wirksame Schutzmechanismen wäre beispielsweise Homebanking Tummelplatz für Datenschnüffler und Kriminelle, wäre beispielsweise keine Privatsphäre für medizinische Daten möglich und wäre auch die Sicherheit unserer Produktionsanlagen nicht mehr gewährleistet. Daher ist IT-Sicherheit – die Sicherheit in der Informationstechnologie – heute und in Zukunft unverzichtbar.
Durch den anhaltenden Wandel zur Informationsgesellschaft wachsen die Anforderungen an die IT-Sicherheit und damit auch die Nachfrage nach entsprechenden Fachkräften. Konkret ist der Bedarf an IT-Sicherheits-Experten auf folgenden Gebieten sehr groß und wird in Zukunft weiter steigen:
- IT-Sicherheitsverantwortlicher von Unternehmen (Analyse von technischen Möglichkeiten, Sicherung der relevanten Daten und Güter unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen)
- IT-Entwickler von Soft- und Hardware-Sicherheitslösungen (auch unter Berücksichtigung der „normalen“ Anwendergewohnheiten in der Mensch-Computer-Kommunikation)
- Polizeiliche Ermittlungen bzw. Tätigkeiten gegen gesetzliche Verstöße (einschließlich der Vorsorge und Ermittlung von sog. „krimineller Energie“)
Im Vorwort des BSI-Jahresberichts 2010 schreibt Dr. Udo Helmbrecht (Präsident des BSI): „Weil die Angriffe immer raffinierter werden, steigen die Herausforderungen an eine sichere Informationstechnik ständig weiter. Besonders im Mittelstand besteht hier erheblicher Nachholbedarf.“ Und gerade die Ausbildung an einer Fachhochschule stellt das Bindeglied zur mittelständischen Industrie dar – hier hinsichtlich der IT-Sicherheit.
An der Hochschule Emden/Leer wird der Bedeutung der IT-Sicherheit bereits jetzt durch vertiefende Vorlesungen innerhalb des Studiengangs Informatik und der Ausstellung eines IT-Sicherheits-Zertifikats Rechnung getragen.
Ab Wintersemester 2011/12 wird diese Thematik durch eine eigene Studienvertiefung innerhalb des Informatik-Studiums weiter ausgebaut. Bei einer möglichen Erweiterung der Informatik an der Hochschule Emden/Leer ist die Einrichtung eines eigenen Studiengangs IT-Sicherheit geplant. Damit greift die Hochschule Emden/Leer dieses wichtige Thema auf und eröffnet den Absolventen des Informatik-Studiums die Möglichkeit in den zukunftsorientierten Arbeitsmarkt der IT-Sicherheit erfolgreich einzusteigen.
Name und Abschluss des Studienprogramms | Bachelor of Science (B. Sc.) im Studiengang Informatik |
Art des Studiums | grundständiger Bachelor-Studiengang |
Regelstudienzeit | 7 Semester |
Beginn des Studienprogramms | WS 2011/2012 |
Wichtige IT-spezifische Studienfächer sind dort Grundlagen der IT-Sicherheit, Kryptologie, Angriffszenarien und Gegenmaßnahmen, Internet-Technologien, Datenbanken, Rechnernetze. Für weitere Fragen können Sie uns gerne per E-Mail kontaktieren: itsicherheit|at|technik-emden.de.




