Fachtagung „Wohnungslosenhilfe in einer Kleinstadt“

Die Fachtagung „Wohnungslosenhilfe in einer Kleinstadt“ am 20.11.2013 stieß mit mehr als 140 Teilnehmer/innen u.a. aus Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe,  den Sozialdiensten und Sozialverwaltungen, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Gewerkschaften und Parteien auf großes Interesse der Region und darüber hinaus.

Veranstaltet wurde die Tagung vom Tagesaufenthalt Emden (Dipl. Sozialarbeiter Florian Müller-Goldenstedt, Annegret Brock und Jens Peter Brokamp) des Synodalverbandes Nördliches Ostfriesland der Ev.-ref. Kirche in Kooperation mit dem Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit (Prof. Dr. Carsten Müller) der Hochschule Emden/Leer. Anlass war das 25-jährige Bestehen des Tagesaufenthaltes, das Bestehen der Übernachtung „Alte Liebe“ seit 20 Jahren sowie der Praxis „AKut“ zur medizinischen Versorgung von Wohnungslosen seit 10 Jahren.

Die Tagung hatte zwei Schwerpunkte: Am Vormittag stand die Lebenslagen junger wohnungsloser Menschen unter 25 Jahren besonders unter rechtlichen Gesichtspunkten im Mittelpunkt. Hier wurde festgestellt, dass die Klientel der Wohnungslosenhilfe in den letzten Jahren deutlich jünger geworden ist. Zudem sind mehr Frauen von Wohnungsnotstand und Obdachlosigkeit bedroht. Hinzu kommt ein deutlich verknappter und umkämpfter Wohnungsmarkt auch im kleinstädtischen Bereich.  Auf diese Veränderungen muss mit besserer Ausgestaltung und Umsetzung der Sozialgesetzgebung  und nicht zuletzt mit politischem Willen reagiert werden.

Am Nachmittag stand die gesundheitliche Versorgung von jungen und erwachsenen Wohnungslosen im Zentrum der Fachtagung.  Neben spezifischen Erkrankungsprävalenzen, etwa aufgrund psychischer Belastung in Folge gesellschaftlicher Ausgrenzung, wurden Best-Practise-Modelle zur Versorgung von Obdachlosen vorgestellt.

Besonders positiv hoben die Teilnehmer/innen neben dem fachlichen Input die Chance zur kritischen Auseinandersetzung mit der vorgängigen Praxis sowie die Stärkung der Vernetzung und Kooperation unter den Anwesenden hervor.

Powerpointfolien zu den Vorträgen: 

Pressespiegel: