Kompetenzen

Zu vermittelnde Fach-, Methoden-, Lern- und soziale Kompetenzen

(fachspezifische und fächerübergreifende Kenntnisse)

Das Studium dient vornehmlich der berufsbezogenen Bildung und Ausformung der in der Sozialen Arbeit handlungsrelevanten Kompetenzen. Diese sind nach Karlheinz A. Geißler und Marianne Hege die instrumentelle, die soziale und die reflexive Kompetenz.1 Die Integration dieser Kompetenzen bis zum Berufeinstieg ist Grundlage für ein erfolgreiches berufliches Handeln.

a) Instrumentelle Kompetenz

Instrumentelle Kompetenz ist die Beherrschung von Fähigkeiten und Fertigkeiten bis hin zu Verhaltensroutinen und die Verfügbarkeit von Fachwissen.“ Hierzu dienen die Module, in denen Fachwissen als Verfügbarkeit von Wissenschaftswissen vermittelt wird. Zudem gehören hierzu die Module, in denen über methodisches Grundwissen hinaus, konzeptionelles wie methodisches Handeln geübt wird. Unter anderem zählen also hierzu:

  • Gesellschaftliche Grundlagen Sozialer Arbeit und sozialer Probleme
  • Theorien sozialen Handelns, abweichendem Verhalten; Organisationssoziologie
  • Institutionen Sozialer Arbeit
  • Rechtliche Grundlagen
  • Konzepte Sozialer Arbeit
  • Sprachen
  • Beratung, Intervention
  • Konfliktmanagement
  • Projektmanagement
  • Empirische Sozialforschung
  • Präsentation und Moderation

b) Soziale Kompetenz

Soziale Kompetenz meint die Fähigkeit, sich auf die Klienten mit ihren Bedürfnissen und Anforderungen einzustellen bzw. einzulassen, über die Situation und deren Bedingungen selbst nachdenken zu können und sich nicht zu verfangen. Hierzu dienen die Module, die sich der Einübung und Reflexion/Supervision methodischen Handelns widmen. Zudem zählen hierzu die verschiedenen Tätigkeiten in der Praxis während des Studiums, die durch eine grundlegende und reflexive Begleitung und Nachbereitung flankiert sind.

c) Reflexive Kompetenz

Reflexive Kompetenz meint die Fähigkeit des Sozialpädagogen, die eigene Entwicklung in ihren prägenden Spuren nicht zu verlieren oder zu verleugnen, sondern sie in das berufliche Handeln zu integrieren. Grundlage hierfür sind die Module im Studium, die die Wahrnehmung des Selbst, aber auch die philosophische Nachdenklichkeit des je eigenen sozialpädagogischen Handelns fördern. Hinzu kommen auch die Module, die sich der Einübung und Reflexion/Supervision methodischen Handelns widmen, denn die Wahrnehmung des Klienten/Adressaten und das Verstehen seiner Lebensweise (Lebensführungshermeneutik) im Prozess sozialpädagogischen Handelns korrespondiert auch immer schon mit der Selbstwahrnehmung und Reflexion der je eigenen Lebensweise durch den sozialpädagogisch Handelnden. Zudem gehören in diesen Kreis die verschiedenen Tätigkeiten in der Praxis während des Studiums, die durch eine grundlegende und reflexive Begleitung und Nachbereitung flankiert sind.

Im ersten Studienabschnitt werden die einzelnen Kompetenzen durch jeweilige Module zunächst vornehmlich getrennt gefördert und herausgebildet. So dient u.a. das Modul „Sozialarbeitswissenschaften“ der Förderung instrumenteller Kompetenz über die Bereitstellung von Professions- und Wissenschaftswissen. Das Modul „Methoden/prozessorientierte Praxis und Theorie“ im 3. Semester fördert in Teilen speziell die instrumentelle Kompetenz in Form von Bereitstellung des Grundlagenwissens der Methoden der Sozialen Arbeit samt Diagnostik, in Teilen aber auch die soziale Kompetenz in Form von vertiefender Übungen im methodischen Bereich. Die reflexive Kompetenz wird u. a. im Modul „Berufsfeldorientierung“ einführend in der Reflexion des Praktikums wie im Praktikum selbst gezielt herausgebildet.

Im Studium in den Profilierungsbereichen A, B und C im zweiten Studienabschnitt werden die drei Kompetenzen in vertiefter Verknüpfung gefördert und zwar mittels der besonderen Gestaltung der Profilierungsbereiche, die die Förderung des Professionswissens mitsamt der Ausformung einer professionellen Identität zum Ziel hat.