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30.05.2017

Resilienz und Flucht im Fokus

Auftakt für neues Projekt der Hochschule

Die "RE@FU"-Projektpartnerinnen und -partner

Die "RE@FU"-Projektpartnerinnen und -partner

Warum sind manche Menschen seelisch gesund und andere nicht? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines im April gestarteten Projektes an der Hochschule Emden/Leer mit dem Titel „Resilienz und Flucht“ (RE@FU). Hinter dem Begriff „Resilienz“ verbirgt sich die Fähigkeit, durch sozial vermittelte und persönliche Ressourcen Krisen zu bewältigen und dies für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit zu nutzen.

Ziel des Projektes unter der Leitung von Prof. Dr. Jutta Lindert ist es, zu erfassen, warum manche Menschen mit Fluchterfahrungen sowie manche Menschen mit/ohne Migrationshintergrund in Emden trotz Widrigkeiten im Leben keine psychische Erkrankung entwickeln. Zudem soll beleuchtet werden, welche Schutzfaktoren zu dieser „seelischen Widerstandskraft“ beitragen.

„Zur Erreichung dieser Ziele werden im Projekt RE@FU in den nächsten Jahren empirische Daten erhoben“, erklärt Lindert. Laut Lindert sind maßgebliche Faktoren für Resilienz und psychische Gesundheit von neu nach Deutschland gekommenen Flüchtlingen und von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund bisher wenig bekannt. Daher sollen nun wichtige Daten gesammelt und anschließend zur Erstellung eines Handlungswegweisers zur Stärkung der psychischen Gesundheit von Menschen genutzt werden.

Am Dienstag gab es an der Hochschule ein Kick-off-Meeting, bei dem Lindert mit Projektteilnehmern aus der Praxis und Verwaltung den Plan für dieses Projekt zur Erforschung der Resilienz in der Region besprach und gemeinsame Schritte festlegte. „Dabei wollen wir die subjektive Wahrnehmung von Resilienz von Menschen aus der Region kennenlernen und besser verstehen“, so Lindert.

Das Projekt RE@FU hat eine Laufzeit von drei Jahren. Es wird in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern realisiert und durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.