Transferprojekt

Implementierung von bio-psycho-sozialen Gesundheitsmanagementkonzepten in Betrieben zur Förderung der Gesundheit und Teilhabe am Arbeitsleben
    
Kurzbeschreibung des Vorhabens

Ein betriebliches Gesundheitsmanagement kombiniert Maßnahmen zur Verhaltens- und Verhältnisprävention. Es müssen gesundheitliche Belastungsfaktoren und protektive Gesundheitsressourcen seitens der Mitarbeiter/-innen und seitens der Arbeitsverhältnisse berücksichtigt werden.
Den Unternehmen wird im Rahmen dieses Projektes ein bio-psycho-soziales Consulting angeboten.

Baustein 1: Initiierung eines bio-psycho-sozialen Versorgungsnetzwerkes
Gründung eines bio-psycho-sozialen Versorgungsnetzwerks zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Bestehend aus Krankenkassen, Rentenversicherungsträger, Berufsgenossenschaften und möglichen Behandler/innen (u. a.: Ärzte, Psychotherapeuten/innen; Selbsthilfegruppen; niedergelassene Therapeuten/innen; Fitnessstudios; Sportvereine mit Rehabilitations- und Präventionssportangeboten, Träger zur Erwachsenenbildung).

Baustein 2: Gesundheitsbezogene Analyse der Betriebe – Struktur und Prozessanalyse
Analyse der betrieblichen Strukturen im Hinblick auf:
a) krankmachende Faktoren,
b) bereits unternommene Versuche einer betrieblichen Gesundheitsförderung und
c) Durchführung von Gesundheitszirkel zur Ermittlung subjektiver Belastungsfaktoren.

Baustein 3: Erstellung spezifischer, individueller Gesundheitsprofile
Durchführung von bio-psycho-sozialen Gesundheitsassessments (Belastungsfaktoren und protektive Gesundheitsressourcen) von chronisch erkrankten Mitarbeiter/-innen (d.h. Menschen, die mehr als 6 Wochen im Jahr erkranken vgl. § 84 SGB IX).

Verknüpfung von Baustein 2 und 3: Maßnahmenempfehlungen – Gesundheitsmanagement und Tertiärprävention
Entwicklung von Vorschlägen sowohl für die Installation eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (inkl. Eingliederungsverfahren und präventiver wie gesundheitsförderlicher Maßnahmen) als auch für die individuelle Tertiärprävention der bereits erkrankten Mitarbeiter.

Baustein 4: Begleitevaluation
Die Verhaltenspräventiven Maßnahmen werden anhand von objektiven Faktoren wie Arbeitsunfähigkeitstagen sowie Veränderung des Beschwerdebildes überprüft. Ergänzend können subjektive Parameter erhoben werden (z. B. Arbeitszufriendenheit - EMDAX, gesundheitsbezogene bio-psycho-soziale Lebensqualität – SF36, Einschätzung der subjektiven Belastbarkeit – PACT, Fragebogen zur Erfassung von Ressourcen und Selbstmanagementfähigkeiten – FERUS, Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster – AVEM, Instrumentarium zur Diagnostik von Arbeitsfähigkeiten – Ida, Fragebogen zur Analyse belastungsrelevanter Anforderungsbewältigung – FABA).

Arbeitsziele:Erprobung und Anwendung eines personenzentrierten Gesundheitsassessment zur Identifizierung von bio-psycho-sozialen Problemfeldern mit anschließender Profilerstellung.Entwicklung von Vorschlägen zur Installation eines betrieblichen Gesundheitsmanagements, inkl. rehabilitativer Verfahren für kleine und mittelständische Unternehmen.Aufbau eines bio-psycho-sozialen Versorgungsnetzwerkes im Raum Weser-Ems im Betrieb

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