Physik und Meteorologie

Das Fachgebiet Physik, das am Fachbereich Seefahrt der Hochschule Emden-Leer gelehrt wird, umfasst die Bereiche klassische Mechanik, Technische Mechanik und Thermodynamik. Während in der klassischen Mechanik die Bewegung von Körpern aufgrund äußerer Kräfte beschrieben wird, besteht die Aufgabe der Technischen Mechanik darin, auf der klassischen Mechanik beruhende theoretische Berechnungsverfahren und Beschreibungsmethoden für andere Ingenieurwissenschaften zur Verfügung zu stellen (z.B. für den Maschinenbau). Die Thermodynamik behandelt die allgemeine Theorie energie- und stoffumwandelnder Prozesse.

Die genannten Bereiche sind in den Studiengängen "Nautik" und "Schiffs und Reedereimanagement" des Fachbereichs Seefahrt der von wesentlicher Bedeutung, da die Studierenden den Abschluss "Bachelor of Science" anstreben und im technisch orientierten maritimen Umfeld entsprechende Kompetenzen aufweisen müssen. Potentielle Arbeitgeber sind u.a. Reedereien, Werften, die Offshoreindustrie bzw. deren Zulieferfirmen. Die Forderung nach einem hohen technischen Wissensstand lässt sich beispielhaft an dem Objekt Schiff demonstrieren. Es nicht ausreichend, lediglich das Schiff lenken zu können, da sowohl Stabilitätskriterien des Schiffes selbst als auch physikalische Eigenschaften der Ladung verstanden sein müssen.

Materialversagen ist ein zentrales Thema bei dynamisch stark beanspruchten Komponenten, wie sie u.a. im Offshoresektor auftreten. Dafür ist eine umfangreiche Wissensbasis auf dem Gebiet der Werkstoffmechanik zu schaffen. Inhaltlich geht es darum, werkstoffkundliche Größen erklären und Gefüge-Eigenschafts-Korrelationen herstellen zu können. Dadurch wird der Studierende in die Lage versetzt, grundlegende Verformungsmechanismen aufzeigen und deren Wirkung auf das mechanische Werkstoffverhalten erklären zu können.

Meteorologie ist die physikalische Beschreibung der Atmosphäre. Für diese Beschreibung sind einführende Betrachtungen zum Aufbau und zur Thermodynamik der Atmosphäre notwendig. Ziel ist es, ein tiefergehendes Verständnis für physikalische Zustände und Prozesse der Atmosphäre zu entwickeln sowie meteorologische Informationen verstehen und interpretieren zu können. Sind die meteorologischen Parameter identifiziert, lassen sich daraus beispielsweise routenrelevante Entscheidungen treffen. Der Fachbereich verfügt über eine eigene Meteorologiestation, deren Daten vor dem Hintergrund fundierter meteorologischer Kenntnisse im Rahmen von Bachelorarbeiten auszuwerten sind.

Für Studierende, die eine weitere akademische Laufbahn anstreben, ist die Ausbildung dergestalt, dass Masterstudiengänge mit technischem Hintergrund belegt werden können.

Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Göken

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