Akkreditierungen

Im europäischen Hochschulraum sollen an den Hochschulen vergleichbare Qualitätsstandards hinsichtlich der Studienprogramme vorzufinden sein.
Um das in Deutschland sicher zu stellen, wurde 1998 der Akkreditierungsrat auf gemeinsamen Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) als länderübergreifende Instanz eingerichtet, um Mindeststandards und Kriterien für die Akkreditierung

  • von Akkreditierungsagenturen
  • von Studiengängen mit Bachelor- und Masterabschlüssen

zu definieren.

Ein Akkreditierungsverfahren an der Hochschule wird begleitet von einer Akkreditierungsagentur. Dabei erfolgt die fachlich-inhaltliche Begutachtung, ob die Hochschule bei der Gestaltung ihres Studienprogramms / Studiengangs inhaltliche, organisatorische und ausstattungsbezogene Mindeststandards einhält bzw. bestimmte Strukturvorgaben erfüllt und das Studienprogramm weiterentwickelt. Die Akkreditierungsentscheidung trifft der Akkreditierungsrat.

Die Ziele einer Akkreditierung sind:

  • Qualitätssicherung von Lehre und Studium, um zur Fachbereichsentwicklung beizutragen
  • Erhöhung der Studierendenmobilität
  • Verbesserung der internationalen Vergleichbarkeit von Studienabschlüssen
  • Verlässliche Informationen/Transparenz über die Studienprogramme für z. B. Studieninteressierte, Studierende, Arbeitgeber

Europaweit bilden die „Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area“ -ESG - (Standards und Leitlinien für die Qualitätssicherung im Europäischen Hochschulraum) die Grundlage für die Akkreditierung:http://www.enqa.eu/index.php/home/esg/ (hier kann auch eine deutsche Fassung herunter geladen werden).

Im Mai 2015 ist von den für Hochschulbildung verantwortlichen Ministerien des Europäischen Hochschulraums eine Neufassung der ESG verabschiedet worden. Sie zeigt auf, wie die Qualitätssicherung (Wandel zum "studierenden-zentriertem Lernen und Lehren") europaweit weiterzuentwickeln ist.

Akkreditierungsrat

Der Studienakkreditierungsstaatsvertrag ist am 01.01.2018 in Kraft getreten. Das Akkredierungssystem erhält damit eine neue Rechtsgrundlage, die in Folge eines Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 17.02.2016 nötig geworden war. Die KMK hat sich auf eine dazugehörige Musterrechtsverordnung verständigt.

(Quelle: Stiftung Akkreditierungsrat)

Akkreditierungsagenturen

  • Homepage der AHPGS
    (Akkreditierungsagentur für Studiengänge im Bereich Gesundheit und Soziales)

Akkreditierte Studiengänge (zentrale Datenbank)

Wie funktioniert die Datenbank akkreditierter Studiengänge?

(Auszug  aus der Unterlage „Informationen zur Datenbank akkreditierter Studiengänge“ des Akkreditierungsrates)

Die Datenbank akkreditierter Studiengänge enthält Informationen zu allen von den Akkreditierungsagenturen akkreditierten Studiengängen und ist auf der Website der Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland unter www.akkreditierungsrat.de abrufbar.

Die Datenbank des Akkreditierungsrates stellt gewissermaßen einen Funktionsbereich des Hochschulkompasses der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) dar und nutzt die im Hochschulkompass www.hochschulkompass.de angelegten Datensätze als Träger für die Akkreditierungsdaten (Akkreditierungsfrist, Profil des Studiengangs, Bewertung, Auflagen). Das bedeutet, dass ein Studiengang nur dann in der Datenbank des Akkreditierungsrates registriert werden kann, wenn bereits ein entsprechender Datensatz im Hochschulkompass existiert.