Workshop zum Thema "Toxikologie"

Eine der Problemstellungen befasste sich mit Formaldehyd. Unsere Aufgabe war es, mögliche Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Formaldehyd findet Verwendung als Kühlschmierstoff  bei dem Zerspanen von Metallen und kann somit auch mit dem Menschen in Kontakt treten. Um Schutzmaßnahmen zu entwickeln wurde der Kühlstoff früher vor allem durch Tierversuchen getestet. Heutzutage wird die Kühlung durch Formaldehyd nur noch unter hohen Schutzmaßnahmen gestattet.

An das Thema Tierversuche knüpft auch eine weitere Problemstellung an, mit der sich eine andere Gruppe beschäftigt hat.  Um weitere Versuche mit Tieren zu vermeiden, wurde das sog. TTC-Konzept entwickelt, wobei von unzähligen zuvor durchgeführten Versuchen Daten erfasst und ausgewertet wurden, sodass man zukünftige Substanzen abgleichen und somit deren Toxizität ermitteln kann.  Durch diese Methodik können weitere Tierversuche vermieden werden, die ohnehin schon in der Vergangenheit Resultate erbracht haben.

Das dritte Thema behandelte die im Schiffsbau verwendete Anti-Fauling-Farbe, die auf dem dem Wasser ausgesetzten Teil des Rumpfes aufgetragen wird, um diesen vor der Abnutzung durch abgelagerte Muscheln etc. zu schützen. Diese Farbe ist für den Menschen hochgiftg, weswegen hohe Schutzmaßnahmen beim Auftragen beachtet werden müssen.

Besonders gewundert hat uns, dass auch heute noch veraltete Methoden verwendet werden, um über toxischen Substanzen zu urteilen. Weiterhin  haben wir herausgefunden, dass der Bereich der Toxikologie ein viel größeres Feld einnimmt,  als man zunächst erwartet. Hauptsächlich wird das Thema Toxikologie in Studiengängen wie Bio-, Chemie- und Umwelttechnik behandelt und wir bedanken uns bei Dr. Batke die uns einen Einblick in diesen Bereich ermöglicht hat.