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01.12.2017

Gemeinsam mehr erreichen

Die Referenten des Regionalforums (v.l.): Carsten Schemberg (Theodor Schemberg GmbH), Dr. Gabriele Krautheim (Kompetenzzentrum Energie), Prof. Dr. Gerhard Kreutz (Hochschule Emden/Leer), Michael Capota (Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen), Monika Noormann (NettCon GmbH), Dr. Stephan Kotzur (Hochschule Emden/Leer) und Steffen Joest (Initiative Energieeffizienz-Netzwerke).

Regionalforum greentech Ostfriesland zu Energieeffizienz-Netzwerken

Die Umwelt schonen, von den Erfahrungen anderer Unternehmen profitieren und zugleich Kosten im eigenen Betrieb sparen- das ist die Idee, die hinter der Gründung so genannter Energieeffizienz-Netzwerke steht. Doch wie werden diese Netzwerke gegründet, wo gibt es Fördermöglichkeiten, und wer hat bereits Erfahrungen auf diesem Gebiet? Fragen wie diese wurden am Dienstag bei der mittlerweile vierten Auflage des Regionalforums von greentech OSTFRIESLAND geklärt. Erneut trafen sich die Initiatoren und rund 50 Unternehmensvertreter aus der Region dafür im Energie-, Bildungs- und Erlebniszentrum (EEZ) in Aurich.

Dass neue Energieeffizienz-Netzwerke gebildet werden, ist auch Ziel der Bundesregierung: 500 sollen es bis zum Jahr 2020 sein. „Bisher ist der Blick eher in Richtung Energieerzeugung gegangen“, sagte Prof. Dr. Gerhard Kreutz, Präsident der Hochschule Emden/Leer, bei seiner Begrüßung. Netzwerkarbeit sei ein wichtiger Faktor, von dem nicht zuletzt auch die Initiative greentech OSTFRIESLAND lebe.

Steffen Joest, Leiter der Geschäftsstelle der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke, gab während seines Impulsvortrags einen kurzen Einblick in die Entwicklung der Netzwerk-Gründungen. Um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, sei auch der Blick in die Regionen wichtig, besonders auf die „die sich schon kümmern“, so Joest. Energieeffizienz habe viele Facetten, von der Beleuchtung über prozessorientierte Fragen bis hin zur Mitarbeitermotivation und dem Wunsch, Fachwissen im eigenen Unternehmen aufzubauen. Bisher gibt es laut Joest bundesweit rund 140 registrierte Netzwerke, von denen mehr als 80 Prozent auf regionaler Ebene bestehen.

In der „Drehscheibe“ gab es diesmal Praxistipps von fünf Akteuren. Über die kostenfreie „Impulsberatung“ für kleine und mittelständische Unternehmen informierte Michael Capota von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen. Die Berater kommen dabei für einen Tag in die Unternehmen mit dem Ziel, Potentiale zu ermitteln, Maßnahmen zu benennen und über Fördermöglichkeiten zu informieren. Erste Ergebnisse zeigen, dass neben der Energie- auch die Materialeffizienz eine wichtige Rolle für die teilnehmenden Unternehmen spielten, so Capota.

Einen gemeinsamen Überblick zum Nutzen, zur Finanzierung und zu den Perspektiven von Energieeffizienz-Netzwerken sowie konkreten Angeboten in der Region für das kommende Jahr gaben drei greentech OSTFRIESLAND Partner: Dr. Gabriele Krautheim vom Kompetenzzentrum Energie der Wachstumsregion Emsachse, Dr. Stephan Kotzur von der Hochschule Emden/Leer und Monika Noormann der NettCon Energy GmbH. Kotzur stellte dabei auch das Label Ökoprofit vor. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen Kommunen und der örtlichen Wirtschaft, bei dem die teilnehmenden Unternehmen ihren persönlichen Weg zu Energieeffizienz und Umweltmanagement gestalten können.

Carsten Schemberg, Geschäftsführer der Theodor Schemberg Einrichtungen GmbH, schloss die Veranstaltung mit einem ebenso informativen wie unterhaltsamen Einblick in die Netzwerkarbeit aus Sicht eines Unternehmens, das sich bereits seit 2006 mehrfach durch „Ökoprofit“ zertifizieren ließ. „Kunden wollen nachhaltige Lieferanten, und Mitarbeiter lieben nachhaltige Arbeitgeber“, betonte Schemberg einen weiteren wichtigen Aspekt neben Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung.

Ziel der Initiative greentech OSTFRIESLAND ist es, die grünen Aktivitäten in der Region bekannter zu machen und auszubauen. Interessierte Unternehmen können sich gerne an Dr. Stephan Kotzur von der Hochschule Emden/Leer wenden.