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29.09.2017

Legasthenie-Software soll frühzeitig helfen

Absolventin der Hochschule für Deutschen Lesepreis nominiert

Eine Lese- und Rechtschreibschwäche schon frühzeitig erkennen das ist Ziel und Thema der Promotionsarbeit von Maria Rauschenberger. Die Absolventin der Hochschule Emden/Leer und Inhaberin des femtalent-Stipendiums hat eine Programmanwendung für den PC entwickelt, für das sie jetzt in der Kategorie „Ideen von morgen“ für den Deutschen Lesepreis 2017 nominiert wurde.

Bei dem Projekt der 30-Jährigen handelt es sich um ein spielerisches Vorgehen, kombiniert mit musikalischen und visuellen Elementen, um Kinder mit einer Lese-und/oder Rechtschreibschwäche vor dem Eintritt in die Schulzeit zu erkennen. Frühzeitige Erkennung werde Kindern Zeit und die nötige Hilfe zukommen lassen, um das Lesen und Schreiben zu erlernen, so die Nominierte. Vor Kurzem konnte Rauschenberger durch die Unterstützung von Frederike Hansch, Grundschullehrerin und Angelika Jobst, Leiterin der Stadtteilbibliothek in Ofenerdiek, eine Forschungsstudie zu ihrer Arbeit mit den iPads an der Grundschule Ofenerdiek umsetzen.

Rauschenberger hat an der Hochschule Emden/Leer zunächst Medientechnik studiert. Nach ihrem Bachelorabschluss folgte der Master im Online-Studiengang Medieninformatik. Um ihre bisher erlangten Erkenntnisse in der Praxis zu testen, sucht Rauschenberger derzeit nach Probanden (www.mariarauschenberger.net, Maria.rauschenberger@upf.edu).   

36 Projekte in vier Kategorien umfasst die Shortlist für den Deutschen Lesepreis 2017. Ausgewählt wurden sie aus 281 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet. Der mit insgesamt 19.500 Euro dotierte Preis ist eine gemeinsame Initiative der Stiftung Lesen und der Commerzbank-Stiftung und wird seit 2013 für vorbildhaftes Engagement in der Leseförderung verliehen. Unterstützt werden die beiden Initiatoren von FRÖBEL e.V., der PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur und der Arnulf Betzold GmbH.

Die Auszeichnung steht unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters. Die festliche Verleihung des Deutschen Lesepreises an die finalen zehn Preisträger findet am 9. November 2017 im Berliner Humboldt Carré statt.