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15.03.2017

Kinderbetreuung im Betrieb

Projekt erörtert Möglichkeiten eines Employer Brandings für Unternehmen

Haben kleine und mittelständische Unternehmen in der Region Bedarf an einer betrieblichen Kinderbetreuung? Dieser Frage ist ein studentisches Team unter der Leitung des Instituts für projektorientierte Lehre (Ipro-L) an der Hochschule Emden/Leer nachgegangen. „Es hat sich gezeigt, dass bei einigen Firmen durchaus Interesse besteht“, so Teammitglied Julian Cramer. Wie sich die Idee in die Praxis umsetzen lassen könnte, haben die Initiatoren am Dienstag gemeinsam mit Vertretern der Stadtwerke Emden und der Firma Wärtsilä International während eines Workshops diskutiert.

Hintergrund dieses zweisemestrigen Projektes war die Überlegung, wie kleinere und mittlere Unternehmen für Arbeitnehmer attraktiver werden könnten, um so dem Fachkräftemangel in der Region entgegen zu wirken. Ein wichtiger Faktor sei die Familienfreundlichkeit, so Cramer. Er sowie Lisa Heinrichs, Julia Klinkenborg, Jakob Stäblein und Hauke Thöming studieren im vierten Semester Management Consulting. Der Studiengang wird von der Hochschule Emden/Leer in Kooperation mit der Universität Oldenburg angeboten. „Das Projekt ist Bestandteil unserer praxisnahen Ausbildung hier an der Hochschule“, so Julian Cramer.

Mit den gesammelten Ergebnissen, die einen Bedarf an Plätzen in betrieblichen Kindertageseinrichtungen gezeigt hätten, wolle man nun in einem Folgeprojekt gemeinsam mit Unternehmen nach Möglichkeiten der Realisierung eines so genannten Employer Brandings, also der Arbeitgeber-Markenbildung, suchen. Unterstützt wird das Team dabei von Projektcoach Arnt Rademacher vom Ipro-L.Das Fazit des Workshops „Notwendigkeiten und Perspektiven eines Employer Brandings für die Region Ostfriesland“, so Prof. Dr. Martin Stummbaum, der das Ipro-L-Projekt wissenschaftlich begleitet, ist, dass Betriebskindertagesstätten wie Dat Käferhuus von VW Emden in einer kooperativen Trägerschaft auch für kleine und mittlere Unternehmen in kooperativen Trägerschaften machbar sind.“