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27.09.2017

Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit zu Gast in Moskau

Gleich zweimal erhielt die Staatliche Landesuniversität Moskau (MGOU) – eine der russischen Partneruniversitäten der Hochschule Emden/Leer – Besuch aus dem Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit. Vier Studierende der Sozialen Arbeit nahmen vom  7. bis 20. August 2017 an einer DAAD-Sommerschule an der MGOU teil.  

Bei vielen Exkursionen innerhalb Moskaus und in die Umgebung wurden  Kenntnisse aus dem Bereich Geographie, Ökologie und Geschichte vermittelt. Außerdem gab es eine Einführung in die russische Sprache. „Wir sind sehr herzlich empfangen worden und konnten einen guten Einblick in die Vielfalt der russischen Kultur und Natur erhalten. Besonders faszinierend fanden wir den Kontrast zwischen der opulenten Architektur der sakralen Bauwerke und der Einfachheit der sowjetischen Plattenbauten. Ebenfalls beeindruckt hat uns die Moskauer Region, da diese im Gegensatz zur Metropole Moskau sehr naturbelassen ist“, so Aileen Hegger und Jacqueline Determann, die die Sommerschule weiterempfehlen.  

Anfang September reiste eine sechsköpfige Delegation an die MGOU. Ziel der Reise war es, die weitere Zusammenarbeit insbesondere mit dem dortigen Lehrstuhl  für Soziale Arbeit zu besprechen. In einem Symposium für Lehrende und Studierende der MGOU stellten Prof. Dr. Sylke Bartmann und Prof. Dr. Astrid Hübner als Studiendekaninnen den Fachbereich allgemein sowie Ziele und Organisation des Studiengangs Soziale Arbeit vor. Die Präsentation wurde von Carsten Bunk als Praxisbeauftragtem ergänzt, der die Verzahnung von Lehre und Praxisanteilen während des Studienverlaufes veranschaulichte. Abschließend hielten Prof. Dr. Carla Wesselmann und Prof. Dr. Michael Herschelmann Kurzvorträge zum Thema Inklusion bzw. Kinderschutz in Deutschland – Themen, die auf reges Interesse der Gastgeber stießen.

Im Anschluss an das Symposium wurden als Elemente der Kooperation in den beiden kommenden Jahren gegenseitige Besuche im Rahmen von Studierendenexkursionen sowie wechselseitige Lehrendenmobilität zu Unterrichts- und Fortbildungszwecken vereinbart.

Ein Höhepunkt der Reise war der Besuch des Kinderheimes in Sergeyev Posad (früher Sagorsk), in dem taub-blinde Kinder und Jugendliche sowie Kinder mit Beeinträchtigungen leben und in Kleinstgruppen unterrichtet werden. Das Kinderheim war im Jahre 1963 von Alexander I. Mescerjakov (1923 - 1974) gegründet worden.