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11.01.2018

Emderin und Oldenburger siegten beim „PriME-Cup“

Neele Nessen und ihre Mitstreiter konnten sich gegen internationale Konkurrenz behaupten

Ein Team Studierender aus Emden und Oldenburg hat im Finale des inter-nationalen Planspiel-Wettbewerbs „PriME-Cup“ den ersten Platz belegt. Dabei konnten sich Neele Nessen, Fynn Arvid Ackenhausen und Justus Lewald in der Schweiz gegen vier Konkurrenzteams aus Deutschland und Polen durchsetzen. Insgesamt hatten beim jüngsten PriMe-Cup rund 700 Teilnehmer aus etwa 30 Hochschulen, Universitäten und Berufsakademien mitgemacht.

Beim PriME-Cup handelt es sich um einen der größten deutschlandweiten Planspielwettbewerbe für Studierende. Bisher waren rund 30 000 Teilnehmer von etwa 150 verschiedenen Hochschulen und Universitäten dabei. Ziel ist es, die Studierenden mit zentralen Themen rund um das Unternehmertum vertraut zu machen und Gründungen anzustoßen. Als Preis konnten sich die Gewinner daher über eine professionelle Gründungsberatung freuen.

Bei Ackenhausen und Lewald fällt dies direkt auf fruchtbaren Boden: Die Studierenden der Betriebswirtschaftslehre aus Oldenburg trugen sich ohnehin mit dem Gedanken, ein Unternehmen zu gründen. Neele Nessen hat vor kurzem ihr Bachelorstudium im Sozial- und Gesundheitsmanagement in Emden abgeschlossen und arbeitet inzwischen im Controlling für das Unternehmen agilio.

Zum Auftakt des mehrstufigen Planspiels wurden vor etwa einem Jahr im Maritimen Kompetenzzentrum in Leer die unterschiedlichen persönlichen Stärken von rund 25 Teilnehmern analysiert und auf dieser Basis zunächst Fünfer-Teams gebildet. Vorgegebenes Szenario war die Gründung eines Fahrradgeschäfts mit einer innovativen Idee. „Da zwei der anderen aus dem Team als Studienschwerpunkt Nachhaltigkeit haben, dies ein Megatrend ist und uns alle angeht, war die Entscheidung schnell gefallen, dass wir uns darauf konzentrieren werden“, so Nessen. Unter anderem hatte das Team die Idee, dass jedes Teil am Fahrrad austauschbar sein sollte.

Damit schaffte es das Team aus Emden und Oldenburg zum bundesweiten Wettbewerb nach Mannheim, an dem Nessen, Ackenhausen und Lewald teilnahmen. Dort galt es, ein anderes Produkt zu vermarkten: hochpreisige Sonnenbrillen aus dem 3 D-Drucker. Im Anschluss gab es zudem eine simulierte Gesellschafterversammlung. „Studierende lernen dabei, auf Unvor-hergesehenes zu reagieren und komplexe Entscheidungen zu treffen“, so Katrin Vollmer, Koordinatorin im Planspielzentrum und Mitarbeiterin des Instituts für projektorientierte Lehre. „Das ist das Ziel von Planspielen.“ Was dabei besonders wichtig sei, ergänzt Neele Nessen: „Die Kommunikation im Team.“ Auch die Anwesenheit von Jungunternehmen, die zum Teil auch Gründer waren, sei sehr interessant und hilfreich gewesen.

Beim großen Finale in der Schweiz ging es um das gleiche Grundszenario. Diesmal sollte aber auch nachhaltig und zugleich für eine große Masse erschwinglich produziert werden. Dafür wurde noch einmal in die Produktionslinie investiert. Mit Erfolg: „Wir haben mit unseren simulierten Umsätzen die Millionengrenze geknackt. Das war ein großes Erfolgserlebnis“, so Nessen.