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18.12.2016

Eine Perspektive für junge Arbeitlsose

Studierende der Hochschule besuchten Projekt in Marseille

Im Sommer 2015 ist das Projekt „Horisontti“ gestartet, das junge und schwer vermittelbare Arbeitslose dabei unterstützen soll, wieder ins Berufsleben einzusteigen. Neben der LeeWerk Wisa GmbH und dem Europahaus Aurich als Träger  ist auch der Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit an der Hochschule Emden/Leer beteiligt. Im vergangenen Monat waren zwei Studierende in Marseille, um dort im Rahmen Ihres Projektes im Projektfeld „Gut aufwachsen in Ostfriesland“ einige „Horisontti“-Teilnehmer zu betreuen.

„Das Projekt läuft noch bis zum Jahr 2019, doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass es durchaus Potenzial hat“, sagte Prof. Dr. Martin Stummbaum. Unter seiner Federführung ist der Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit in das Projekt involviert. Horisontti  ist finnisch und bedeutet „Horizont“. Das Projekt beinhaltet unter anderem ein achtwöchiges Praktikum im Ausland für die arbeitslosen Teilnehmer. Diese leben während des achtwöchigen Auslandsaufenthaltes in Wohngemeinschaften. Als wir vor Ort waren, konnten wir in freien Zimmern in einer der WGs übernachten. Ziel für die Studierenden war es, das Setting und die Arbeit der Sozialpädagogen und Sozialarbeiter vor Ort kennenzulernen. „Wir konnten einen guten Eindruck über die Gegebenheiten des Projekts im Ausland gewinnen, beispielsweise darüber, wie die Teilnehmer leben und wie sie sich vor Ort entwickeln können“, so die Studierende Pia Fischer. Unter anderem habe man  auch eine deutsche Sozialarbeiterin besucht, die nach Frankreich ausgewandert ist und in einem Vorort von Marseille speziell für junge erwerbslose Menschen tätig ist.

„Projekte wie diese zeigen, dass Soziale Arbeit nicht nur national erfolgt, sondern zunehmend auch europäisch und auch international“, so Stummbaum. Horisontti biete eine erste und ausbaufähige Perspektive für Studierende der Sozialen Arbeit, auch internationaler zu studieren.

Die Teilnehmer absolvieren ein interkulturelles Training, machen Sprachkurse und arbeiten beispielsweise in Jugendzentren oder Schulküchen. Der Bund unterstützt das Projekt mit insgesamt rund 1,3 Millionen Euro. Knapp 100 Erwerbslose sollen davon profitieren.