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13.11.2017

Deutscher Lesepreis für Hochschulabsolventin

Maria Rauschenberger in der Kategorie „Ideen von morgen“ ausgezeichnet

Maria Rauschenberger, Absolventin der Hochschule Emden/Leer, ist am Donnerstag für ihre Promotionsarbeit zum Thema „Spielerische Erkennung der Lese-/Rechtschreibstörung“ im Berliner Humboldt Carré mit dem Deutschen Lesepreis 2017 in der Kategorie „Ideen von morgen“ ausgezeichnet worden. Rauschenberger hat ein Computerprogramm entwickelt, mit dem eine Lese- und Rechtschreibschwäche bei Kindern bereits frühzeitig erkannt werden soll.

Bei dem Projekt handelt es sich um ein spielerisches Vorgehen, kombiniert mit musikalischen und visuellen Elementen, um Kinder mit einer Lese-und/oder Rechtschreibschwäche vor dem Eintritt in die Schulzeit zu erkennen. Rauschenberger hat an der Hochschule Emden/Leer zunächst Medientechnik studiert. Nach ihrem Bachelorabschluss folgte der Master im Online-Studiengang Medieninformatik.

„Die Gespräche mit den Gästen haben gezeigt, wie wichtig die frühe und spielerische Erkennung ist“, so die 30-Jährige, die auch Inhaberin des femtalent-Stipendiums ist.  „Durch diese fantastische Auszeichnung ist das Potenzial, gemeinsam die Wahrnehmung der Lese-/Rechtschreibstörung zu verändern da“, freut sie sich.

Die Preisträgerin sucht auch weiterhin Teilnehmer im Alter von acht bis zwölf Jahren für ihr Projekt. Diese können mitmachen, indem sie das Web-Spiel einfach von zu  Hause aus testen. Wer sich beteiligen möchte, kann sich per E-Mail an TeilnehmerForschung@gmail.com melden.

Bereits zum fünften Mal haben die Stiftung Lesen und die Commerzbank-Stiftung die mit insgesamt 19.500 Euro dotierte Auszeichnung für innovatives, individuelles, kommunales und schulisches Engagement in der Leseförderung vergeben. Insgesamt wurden zehn herausragende Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet gewürdigt.

Unterstützt werden die beiden Initiatoren von FRÖBEL e.V., der PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur und der Arnulf Betzold GmbH. Die Auszeichnung steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters. In diesem Jahr hat die Fachjury 281 Bewerbungen bewertet. Weitere Kategorien waren „Herausragendes individuelles Engagement“, „Herausragendes kommunales Engagement“ und „Herausragende Leseförderung an Schulen“.