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06.12.2017

"Automatisiertes Klassenzimmer" besteht ersten Test

Team der Hochschule entwirft Industrie 4.0-Lernumgebung

Der Prototyp hat den ersten Testlauf bestanden: Die Arbeiten für das Projekt „Automatisiertes Klassenzimmer“ an der Hochschule Emden/Leer gehen in die nächste Runde. „Wir wollen damit eine Industrie 4.0-Plattform schaffen, die abteilungs- und fachbereichsübergreifend für studentisches Arbeiten genutzt werden kann“, so Jeffrey Wermann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Technik.

Hinter dem Projekt stand die Idee, eine zusammenhängende Lernumgebung in Form eines Planspiels zu realisieren, die an der Hochschule selbst entwickelt wird. Damit sollen das Zusammenspiel der einzelnen Maschinen sowie die Herausforderungen und Chancen, die im Zusammenhang mit der Digitalisierung in der Industrie stehen, für Studierende unterschiedlicher Studienrichtungen verständlich gemacht werden. Die einzelnen Systeme sollen dabei flexibel je nach Bedarf eingesetzt werden.

Im Praxistest wurde die individuelle Gravur auf einem Kugelschreiber in Auftrag gegeben. Die Produktion konnte dabei vom Auftraggeber selbst gesteuert werden. Beteiligt ist an dem internen Projekt ein rund zehnköpfiges Team aus Beschäftigten und Studierenden der Hochschule aus unterschiedlichen Abteilungen und Laboren. „Unser Ziel ist zum einen, die Plattform zu Demonstrationszwecken für Externe zu nutzen“, so Wermann. Zum anderen soll sie in die Lehre eingebunden werden. Gerade den kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region wolle man so anschaulich aufzeigen, wie beispielsweise alte Maschinen in 4.0-Prozesse eingebunden werden könnten.

„Die Digitalisierung hat Einfluss darauf, wie Geschäftsprozesse ablaufen und damit auch, wie Berufe künftig ausgeübt werden. Wir gehen mit aktuellen Entwicklungen mit, beziehungsweise hier auch voraus, um  ein praxisnahes Studium zu ermöglichen“, so Prof. Dr. Agnes Pechmann, die das Projekt gemeinsam mit Heike Voß von der Abteilung Maschinenbau leitet. Projekte wie das Automatisierte Klassenzimmer würden Studierenden die Möglichkeit bieten,  sich für Themen zu qualifizieren, die in der Industrie bereits nachgefragt, aber von dieser noch nicht selber ausgebildet werden können.

Die nächsten geplanten Schritte sind die Einbindung weiterer Anlagen, beispielsweise von 3-D Druckern sowie Robotern für Handling und Transport. Finanziert wird das Projekt aus Studienqualitätsmitteln.